MUS-E ist ein künstlerisches Programm für Schulen in Europa. Ziel ist es, über die Arbeit mit Künstlern die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen zu entfalten, ihre Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu fördern und ihre soziale Kompetenz zu stärken. Einmal pro Woche bestreiten Künstler aus Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst zwei Schulstunden unserer dritten Klassen im Kernbereich des Unterrichts unter Mitwirkung der Lehrer.
Mit der Bildhauerin Susanne Weck gestalten Kinder der Klasse 3a seit nunmehr einem Jahr einmal die Woche für zwei Schulstunden vorwiegend räumliche Objekte und Objektsammlungen. Im Jahr 2009 war das die Phantasiestadt Kikimon-City, in der Kinderheime auf Villen und Raumstationen trafen, ein großer See und Monsterpark angelegt wurde und vielerlei Wesen die Straßen bevölkerten. Anfang des Jahres 2010 verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Bau des Space-Mobile, einem Mobile bestehend aus verschiedensten Planeten, Raketen, Satelliten, Weltraumbewohnern und sogar Schwarzen Löchern. Mittlerweile befindet sich eine kleine Karawane von hölzernen Mischwesen, wie zum Beispiel dem Kamelfant oder der Papaschlakröte in Entwicklung.
Chica Schmidt, Theaterpädagogin, Figuren- und Schauspielerin kommt seit November 2009 einmal in der Woche zu den Kindern der Klasse 3b, um mit ihnen gemeinsam die MUS-E-Zeit zu gestalten und zu erleben. Die Kinder haben dabei eine Maske aus ihrer Traumfigur entwickelt, diese mit viel Kreativität und Liebe zum Detail gestaltet und damit gespielt. Sie haben ihre eigenen Masken und die der anderen wahrgenommen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt. So sind viele ausdrucksstarke, bunte und gänzlich verschiedene Masken entstanden, die die Phantasie und Schöpfungskraft der Kinder widerspiegeln. Die Kinder haben in der MUS-E-Zeit am gemeinsamen Theaterspiel, Geschichten und Rollen- und Rhythmusübungen Freude und wachsen daran.
MUS-E eröffnet insbesondere Kindern in sozial benachteiligten Stadtteilen den Zugang zu Kunst und macht erfahrbar, dass Vielfalt von Individualität und kultureller Herkunft jede Gemeinschaft bereichert.
Zwischen dem Initiator, der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland, und der Grundschule „Am Priesterweg“ gibt es eine Kooperationsvereinbarung für den Zeitraum von drei Jahren.
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